Intransitive Transitionen
Überlegungen zu einer relationalen Begriffsbildung am Beispiel des religiösen Glaubens
DOI:
https://doi.org/10.21241/Keywords:
Relationale Soziologie, Begriff, GlaubeAbstract
Der Beitrag argumentiert, dass die strikte Bindung an die Zustände ein Erkenntnishindernis für einen Transitionsbegriff ist. Mithilfe der Relationalen Soziologie kann dieses Hindernis überwunden werden, indem eine Transition als soziale Relation konzipiert wird. Transitionen werden von der Kopplung an feste Zustände befreit, sodass die Zustände mitsamt ihrer Merkmale und Ausprägungen von den relationalen Transitionen bestimmt werden. Mit Bezug zu Roland Barthes wird der Begriff der intransitiven Transitionen eingeführt, die nicht mehr an einen Zweck oder ein Objekt gebunden sind. Das heuristische Potenzial dieser Konzeption von Transitionen wird am sozialen Phänomen des religiösen Glaubens plausibilisiert und die Anwendung des Transitionsbegriffs auf den Glauben führt dann zu der Schlussfolgerung, dass auch von einem intransitiven Glauben gesprochen werden muss, der als „Dazwischenwirkung“ die Elemente und Ausprägungen des Glaubens selbst bestimmt. Zuletzt wird gezeigt, dass mit der vorgestellten Begriffsfassung Transitionen und Transformationen differenziert werden können.
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