Transitionen der Arbeitskooperation in hybriden Team-Konstellationen
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Teamarbeit, hybride Arbeit, Kooperation, Arbeitsräume, VirtualisierungAbstract
Seit der Corona-Pandemie hat sich hybrides Arbeiten als fester Bestandteil in der Büroarbeit etabliert. Dadurch verändert sich die Zusammenarbeit von Teams grundlegend, da Kommunikation und Koordination zunehmend jenseits klassischer Präsenzsituationen stattfinden. Der vorliegende Beitrag untersucht diese Dynamiken anhand zweier explorativer Teamfallstudien. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Kooperation in sich überlagernden (virtuellen) Räumen stattfindet, wodurch neue formelle wie informelle Arbeitsweisen entstehen. Dabei zeigt sich ein Spannungsfeld: Zwar können Führungskräfte diese Kooperation vorstrukturieren, jedoch muss sie für Anpassungen aus der konkreten Arbeitspraxis offenbleiben. Außerdem bietet virtuelle Zusammenarbeit häufig nur unzureichend Anlässe für beiläufige Kommunikation, wie sie in physischer Kopräsenz stattfindet. Deswegen entwickeln Beschäftigte kompensatorische Praktiken und nutzen vorhandene Technik kreativ, um informellen und beiläufigen Austausch zu ermöglichen. Abschließend wird deutlich, dass die Vergemeinschaftung auf Distanz eine zentrale Herausforderung für hybride Teams bleibt.
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