Orte am Rande der Bewohnbarkeit
Bleibeoptionen und Fluchtstrategien im Anthropozän
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Anthropozän, Räume und Orte, Geosoziologie, Klimakrise, Bewohnbarkeit der ErdeAbstract
Ausgangspunkt der Überlegungen des Beitrags ist die Beobachtung, dass sich die anhaltende Zerstörung der Erde nicht in einem abstrakten Gebilde namens Globus oder im Nirgendwo des digitalen Raums vollzieht, sondern an konkreten Orten sicht- und erfahrbar wird. Längst gibt es Orte, die zwar aktuell noch bewohnt werden, deren Bewohnbarkeit aber zunehmend im Abnehmen begriffen ist. Von einigen Orten gilt es sogar als nahezu sicher, dass sie in einigen Jahren verschwunden sein werden – etwa durch das Ansteigen des Meeresspiegels. Andere Orte werden weitgehend unsichtbar gemacht, um ihre schleichende Vergiftung durch große Mengen des dort abgeladenen Mülls verdrängen zu können. Der Beitrag thematisiert die verschiedenen Möglichkeiten, mit denen auf die wachsende Bedrohung vieler Räume und Orte durch die Folgen der Globalen Erwärmung reagiert wird. Neben dem Ausharren, dem Auswandern und der Flucht wird dabei das am Ort Bleibenkönnen als Chance für eine Neuversammlung des Sozialen über Artengrenzen hinweg diskutiert.
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