Hybriditäten
Relationale Konstellationen von Arbeitstätigkeiten und ihre Einbettung in den Lebenszusammenhang
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Crowdwork, Erwerbskonstellationen, hybride Arbeit, Relationalität, Solo-Selbstständigkeit, Alltägliche LebensführungAbstract
Hybride (und im Zeitverlauf veränderliche) Kombinationen von arbeitsförmigen Tätigkeiten – sei es Erwerbs-, Sorge- oder ehrenamtliche Arbeit – nehmen zu. Die einzelnen Aktivitäten sind unterschiedlich motiviert. Zentral sind ökonomische Zwänge, soziale Verpflichtungen und individuelle Gestaltungs- und Sinnansprüche. Darauf nimmt der Beitrag unter Rekurs auf ein abgeschlossenes Forschungsprojekt zu Crowdwork Bezug – einer Tätigkeit, die meist nur als Teil von vielfältigeren Erwerbskonstellationen ausgeübt wird. Ersichtlich wird, dass die Motivation für die Crowdwork-Tätigkeit erst in Wechselwirkung mit den Arbeitskonstellationen „als Ganzen“ und den Relationen zwischen einzelnen Tätigkeiten verstehbar wird. Der Beitrag fragt, wie sich hybride Arbeitskonstellationen erklären und systematisieren lassen und welche subjektiven Ansprüche jenseits reiner Vergütungsaspekte von Bedeutung sind. Dazu wird das Konzept der Relationalen Arbeitstätigkeits-Konstellationen als Analyserahmen eingeführt, der das bestehende Konzept der Alltäglichen Lebensführung erweitert. In Anwendung dieses Analyserahmens werden typische hybride Arbeitskonstellationen im Zusammenhang mit Crowdwork analysiert. Auf dieser Grundlage erfolgt eine resümierende Diskussion im Hinblick auf die Relationalität von Erwerbsportfolios, Erwerbsorientierungen und subjektiven Ansprüchen.
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