Widerstände gegen sozial-ökologischen Wandel im Stahlsektor

Wie prekäre Arbeitsrealitäten Transformationschancen untergraben

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21241/

Schlagwörter:

sozialökologische Transformation, Stahlindustrie, arbeitssoziologische Bewusstseinsforschung

Abstract

Das „große Rollback“ beschreibt den Wandel des industriepolitischen Diskurses in Deutschland und weltweit, bei dem ökologische Transformationsstrategien an Bedeutung verlieren. Unser Ziel ist es, zu untersuchen, wie Transformationskonflikte in einem Stahlbetrieb vor dem Hintergrund dieses veränderten öffentlichen Diskurses ausgetragen werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Transformationsbereitschaft der Belegschaft eines ostdeutschen Stahlwerks, insbesondere in Verbindung mit der Verbreitung populistischer Einstellungen.

Unsere Ergebnisse deuten auf negative Perspektiven für transformationskorporatistische Bestrebungen hin: Trotz einer bestehenden Transformationsstrategie und grüner Produkte erfährt die Umsetzung wenig aktive Unterstützung durch die Beschäftigten. Zudem identifizieren wir zentrale betriebliche Faktoren, die die Einstellungen der Belegschaft maßgeblich beeinflussen und legen dar, wie unterschiedliche Formen der Prekarisierung von Arbeitstätigen die stärksten transformationshemmenden Faktoren sind.

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Veröffentlicht

07.10.2026

Ausgabe

Rubrik

Ad-Hoc: Umkämpfte Transformation | Vor einem sozial-ökologischen Rollback? (AdH97)