Sekundäranalysen von DDR-Interviews
Chancen und Herausforderungen
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Sekundäranalyse, Erzählungen in Interviews, Historisches LängsschnittdesignAbstract
Im Rahmen des Verbundprojektes Bildungsmythen der DDR führen wir eine Sekundäranalyse von qualitativen Interviews durch, die in unterschiedlichen Forschungskontexten und zu differenten Zeitpunkten erhoben wurden. Es handelt sich dabei um zwei Oral-History-Studien (Niethammer et al. 1991; v. Plato o.J.) und eine soziologische Untersuchung im Rahmen der Biographieforschung (Beetz et al. 2014).
Die Sekundäranalyse von Daten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind, ermöglicht es uns, Narrationen in ihren Bezügen zu Gegenwartsdiskursen zu rekonstruieren. Die Daten insgesamt ermöglichen eine Historisierung der narrativen Analysen über multiple zeitliche Vergleichsperspektiven. Gleichwohl geht das Datenmaterial auch mit Schwierigkeiten einher. So besteht der Materialpool aus unterschiedlichen Arten qualitativer Interviews, die von der biographisch-narrativen Variante bis zur ‚oral history‘ reichen. Die kommunikative Kontextierung muss in der Analyse berücksichtigt werden, um den Sinngehalt der Narrationen nicht zu verfehlen. In unserem Beitrag möchten wir anhand unserer Erfahrungen Chancen und Herausforderungen von Sekundäranalysen präsentieren und diskutieren.
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