Zwischen Handlungskontexten
Eine soziologische Analyse sozialer Übergangszeiträume
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Wissenssoziologie, Phänomenologie, Alltagssoziologie, Mikrosoziologie, qualitative SozialforschungAbstract
Eines der zentralen gesellschaftlichen Merkmale der gegenwärtigen Gesellschaft ist ihre Pluralität verschiedener Struktur-, Handlungs- und Erfahrungskontexte. Zahlreiche Theorien und Diskurse setzen sich damit auseinander, diese gesellschaftliche Struktur nachzuzeichnen, verschiedene Sinnprovinzen, Lebenswelten, Systeme oder Existenzmodi zu bestimmen und zueinander ins Verhältnis zu setzen. Dabei gibt es sowohl Ansätze, die auf makrosoziologischer Ebene die Gesellschaft als ganze in ihrer Komplexität zu fassen suchen, als auch Ansätze, die sich auf die Erfahrung dieser Struktur aus subjektiver Perspektive konzentrieren. An letztere schließt sich dieser Beitrag an, wobei ein eigener Akzent gesetzt wird, indem sich auf die alltäglichen Übergänge zwischen den verschiedenen Handlungskontexten konzentriert wird. Übergänge werden als Schnittstelle – d. h. als Begegnungs-, Verbindungs- und auch Konfliktmoment, an dem Subjekte mit gesellschaftlicher Heterogenität konfrontiert werden – verstanden, deren Untersuchung Aufschluss darüber gibt, wie Subjekte ihren Alltag strukturieren, wie sie mit der Vielfalt unterschiedlicher Lebenswelten umgehen sowie Sinn, Orientierung und Identität aushandeln. Als Grundlage der Rekonstruktion dieser Übergangszeiträume wurden leitfadengestützte, narrativ fundierte Interviews erhoben, deren erste Auswertungsergebnisse im Text vorgestellt sowie in ihren Erkenntnissen zum subjektiven (Er)Leben moderner Gesellschaftsverhältnisse diskutiert werden.
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