Sakralräume als Orte der Transition in pluralen Gesellschaften
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Religionssoziologie, Stadtsoziologie, Architektursoziologie, Governance religiöser Diversität, RaumsoziologieAbstract
Ausgehend von der Transformation des religiösen Feldes durch Säkularisierungs- und Pluralisierungsprozesse und den daraus resultierenden räumlichen Dynamiken fragt der Beitrag in umgekehrter Richtung: Wie wirken religiöse Architekturen in pluralen Gesellschaften? Dazu werden exemplarisch drei unterschiedliche Raumtypen analysiert: Citykirchen, eine Kirchen-Moschee-Umnutzung und ein Haus der Religionen. Argumentiert wird erstens, dass religiöse Räume Kulminationspunkte von Aushandlungsprozessen sowohl zwischen Religionsgemeinschaften als auch zwischen Religionen und Gesellschaft und damit zentraler Bestandteil der Governance religiöser Diversität sind. Sie bilden zweitens ein komplexes Arrangement aus menschlichen Akteuren, materiellen Elementen und sozialen Praktiken und wirken dabei drittens durch ihre Materialität und damit verbundene Sichtbarkeit besonders gesellschaftsproduktiv, indem sie die plurale Gesellschaft auch affektiv erfahrbar machen und wiederum Räume ihrer sozialen Aushandlung schaffen.
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