Umwälzung ohne Fortschritt
Bürgerkriegssemantiken in der Gegenwart
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Kultursoziologie, Ordnung, Bürgerkrieg, Staat, Ideengeschichte, Zeitdiagnose, AffekteAbstract
In öffentlichen Diskussionen ist zu beobachten, dass der Begriff des Bürgerkriegs immer häufiger nicht mehr zur Beschreibung konkreter, gewaltsamer Konflikte, sondern zur Analyse eines gesellschaftlichen und politischen Zustands verwendet wird. Er dient dann meist dazu, Umwälzungen anzudeuten, die sich mindestens konflikthaft, wenn nicht gewaltvoll bzw. kriegerisch vollziehen. Der Bürgerkrieg wird hier also als ein Transformationsbegriff genutzt. Der Beitrag nimmt eine ideen- und begriffsgeschichtlich informierte, kultursoziologische Perspektive ein, um die Übergangsvorstellungen und Affekte herauszuarbeiten, die heute mit der Verwendung des Bürgerkriegsbegriffs transportiert werden.
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