Zwischen Zugehörigkeit und Aushandlung
Theoretische Überlegungen über den Zusammenhang von Religion, Geschlecht und Jugend
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Geschlecht, Jugend, ReligionAbstract
Jugendliche sehen sich im Kontext gesellschaftlicher Transformationen zunehmend widersprüchlichen Anforderungen an ihre Lebensführung und Selbstverortung ausgesetzt. Jugend ist dabei geprägt von Zugehörigkeit und Aushandlung, von Ablösung und Individuation bezüglich Familie, Freundschaften, Liebe, Lebensentwürfen uvm. Der Beitrag entwickelt theoretische Überlegungen zum Zusammenhang von Jugend, Geschlecht und Religion mit besonderem Fokus auf die Frage, wie Jugendliche Geschlechterwissen legitimieren. Ausgehend von der Annahme, dass Jugend und Geschlecht in einem engen Wechselverhältnis stehen, wird Geschlechterwissen als pluraler, situativ wirksamer Wissensvorrat konzipiert, der normativ abgesichert werden muss. In Auseinandersetzung mit (insbesondere) wissenssoziologischen Ansätzen wird argumentiert, dass religiöse Jugendliche eine besonders aufschlussreiche Untersuchungsgruppe darstellen, da Religion sowohl normative Orientierung bietet als auch Aushandlungsprozesse mit säkularem Wissen eröffnet. Der Beitrag versteht sich als konzeptionelles Nachdenken und zielt auf die Schärfung einer analytischen Perspektive für die Untersuchung von Legitimationen von Geschlecht im Jugendalter.
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