Jenseits der Feldlogik
Intervenierende Praxis zwischen Kunst und Aktivismus
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Künstlerische Intervention, Praxistheorie, Zwischenräume, Aktivismus, KunstAbstract
Der Beitrag untersucht künstlerisch-intervenierende Praktiken als eigenständige Praxisform, die sich weder mit Feldtheorie noch mit radikaldemokratischen Ansätzen angemessen erfassen lässt. Statt sie als Grenzüberschreitungen zwischen Kunst und Aktivismus zu begreifen, wird eine praxistheoretische Perspektive vorgeschlagen, die diese Praktiken als historisch gewachsene Form kulturellen Handelns im Dazwischen versteht. Empirische Grundlage sind teilnehmende Beobachtungen zweier Fallbeispiele: das künstlerisch-wissenschaftliche Kooperationsprojekt OderHive des Ensembles FrauVonDa sowie die Jahresaktion 2023 des aktivistischen Chors und Orchesters Lebenslaute. Die Analyse zeigt, wie künstlerisches Intervenieren aus tradiertem Praxiswissen und strategischem Navigieren unterschiedlicher Kontexte hervorgeht, und macht so die Komplexität hybrider Praktiken in Zwischenräumen sichtbar.
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