Queering Friendship
Freund*innenschaft als soziale Praxis für trans*, inter* und nichtbinäre Personen während des Coming-outs und der Transition
DOI:
https://doi.org/10.21241/Schlagwörter:
Freundschaft, Queer-Theorie, TransAbstract
Der Beitrag untersucht die Bedeutung von Freund*innenschaft für trans*, inter* und nichtbinäre (TIN*) Personen. Auf Basis einer qualitativen Studie wird gezeigt, dass Freund*innenschaften für TIN* Personen zentrale soziale Ressourcen darstellen. In vielen Fällen entwickeln sich enge Freund*innenschaften zwischen TIN* Personen, die ähnliche Erfahrungen teilen. Diese Freund*innenschaften bieten nicht nur alltägliche Unterstützung, sondern spielen auch eine wesentliche Rolle während Coming-out- und Transitionsprozesse. Sie bieten Raum für Erfahrungsaustausch, gegenseitige Ermutigung und gemeinsame Identitätsfindung jenseits cis-heteronormativer Vorstellungen. Fehlt es jedoch an Unterstützung und Verständnis, können in dieser Zeit Konflikte und Spannungen entstehen, die bis hin zum Abbruch von Freund*innenschaften führen.
Im Rahmen der Forschungsarbeit wird das Konzept des Queering Friendship als praxeologischer Ansatz vorgeschlagen, um neue Perspektiven auf Freund*innenschaft zu entwickeln und sie jenseits traditioneller, normativer Konzepte zu betrachten.
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