Heinrich Popitz und die Vermessung des Sozialen
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Heinrich PopitzAbstract
Der Text würdigt Heinrich Popitz als einen herausragenden Soziologen, der durch seine stille Autorität, intellektuelle Tiefe und anthropologisch fundierte Theorie das Fach nachhaltig geprägt hat. Popitz, geprägt von familiären und historischen Brüchen, verstand Soziologie als präzise Vermessung des Sozialen – jenseits akademischer Moden. Sein Konzept von Macht, Norm, Rolle und Autorität spiegelt sowohl biografische Erfahrungen als auch methodologische Konsequenz. Allert betont den pädagogischen Zauber von Popitz, seine leise charismatische Präsenz und seinen Beitrag zu einer skeptischen, aber Menschen zugewandten Soziologie.
The text pays tribute to Heinrich Popitz as an outstanding sociologist whose quiet authority, intellectual depth and anthropologically grounded theory had a lasting impact on the discipline. Popitz, shaped by family and historical ruptures, understood sociology as a precise measurement of the social - beyond academic fashions. His concept of power, norm, role and authority reflects both biographical experience and methodological consistency. Allert emphasizes Popitz’s pedagogical magic, his quietly charismatic presence and his contribution to a sceptical but people oriented sociology.
Literaturhinweise
Kehlmann, Daniel 2009 [2005]: Die Vermessung der Welt. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Nachlass Heinrich Popitz, Sozialwissenschaftliches Archiv Konstanz.
Popitz, Heinrich 1953: Der entfremdete Mensch. Zeitkritik und Geschichtsphilosophie des jungen Marx. Tübingen: Siebeck.
Popitz, Heinrich 1992: Phänomene der Macht. 2., stark erweiterte Auflage Tübingen: Siebeck.
Popitz, Maria 2006: Nachwort. In Heinrich Popitz, Die Quadratur des gordischen Knotens. Zettelverse. Augsburg: Jürgen Cromm Verlag.