Migrationsforschung und Öffentlichkeit
Wissenschaftliche Entwicklung und Mechanismen öffentlicher (Un-)Sichtbarkeit
Schlagwörter:
Transdisziplinarität, Öffentliche Sichtbarkeit, Institutionalisierung, Postmigrantische Gesellschaft, MigrationsexpertiseAbstract
Die Autorin nimmt die andauernde gesellschaftspolitische Debatte über Migration zum Anlass, um nach der Sichtbarkeit beziehungsweise Unsichtbarkeit der Migrationsforschung in der Öffentlichkeit zu fragen. Sie skizziert die Phasen, die die Forschung (insbesondere in der Soziologie) seit den 1970er Jahren durchlaufen hat und konstatiert einen beträchtlichen Professionalisierungs- und Ausdifferenzierungsprozess. Die vielfachen Wissensbestände der Migrationsforschung spielen in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle. Die Autorin untersucht mögliche strukturelle Ursachen hierfür auf Seiten von Medien und Wissenschaft. Aus ihrer Sicht spricht einiges für eine stärkere Aktivität von Migrationsforscher*innen in der Öffentlichkeit – einerseits in unterschiedlichen Gruppierungen, andererseits als Individuen mit einer besonderen wissenschaftlichen und persönlichen Perspektive.
The author uses the ongoing sociopolitical debate on migration as a starting point to examine the visibility or invisibility of migration research in the public sphere. She outlines the phases that migration research, particularly within sociology, has undergone since the 1970s and identifies a significant process of professionalization and differentiation. Despite this, the large body of knowledge produced by migration research plays only a minor role in public discourse. The author explores potential structural reasons for this marginalization on the part of both the media and academia. In her view, there are compelling arguments for a more active engagement of migration scholars in the public sphere – both collectively, in various groups, and individually, as researchers who represent distinct academic and personal perspectives.
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