Gehaltvolle Intentionalität - eine postkonstruktivistische Perspektive

Peter Isenböck

Abstract


Postkonstruktivistische Theoriebildung ist nicht notwendigerweise darauf festgelegt, das epistemologische Primat der sprachlichen Welterschließung in Frage zu stellen. Der Beitrag zeigt am Fall der Diskussion des Akteursbegiffs, dass es nicht ausreicht über die Betonung der Widerständigkeit oder Materialität der „Dinge“ zu einem gehaltvollen Verständnis von Akteursqualitäten zu kommen. In Anschluss an Robert B. Brandom wird die These vertreten, dass die zugeschriebene Intentionalität abhängig und abgeleitet ist von der instituierenden Intentionalität der Zuschreiber. Einen normativen Status bekommen Akteure erst dadurch, dass es eine gemeinschaftliche (normative und sprachliche) Praxis der Zuschreibung gibt. Diese Praxis ist der Grund und Boden des Zuschreibens. Diese These entwickelt der Beitrag in kritischer Auseinandersetzung mit Thomas Luckmann und Bruno Latour.

Schlagworte


Postkonstruktivismus; Akteur; Intentionalität; Normativität

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Literaturhinweise


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