Armutsstrategien und soziale Ungleichheit in der polnischen Gesellschaft

Mathias Wagner

Abstract


Die neoliberale Ideologie einer Anpassung gesellschaftlicher Bedingungen wird in Polen durch historische Erfahrungen konterkariert. Gesellschaftlich kommt es zu zwei gegenläufigen Entwicklungen: auf der einen Seite wird eine individualisierte Verantwortung forciert und auf der anderen Seite besteht die Forderung nach ökonomischen Ausgleich. Am Beispiel des gesellschaftlichen Umgangs mit der informellen Ökonomie lässt sich diese Entwicklung aufzeigen. Informelle Tätigkeiten werden nicht unter dem Aspekt von Legalität und Illegalität thematisiert, sondern als individueller Weg der Existenzsicherung toleriert. Als Langzeitfolge der Systemtransformation durchzieht eine tiefe ökonomische Spaltung zwischen städtischen und ländlichen Regionen das Land. Eine mangelhafte soziale Sicherung führt zum Rückzug in die Subsistenzproduktion sowie in die informelle Ökonomie oder zur Arbeitsmigration.

Schlagworte


Polen; Armut; informelle Ökonomie; Migration

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Literaturhinweise


Dörre, K., Lessenich, S., Rosa, H. 2009: Soziologie, Kapitalismus, Kritik. Eine Debatte. Frankfurt am Main: Suhr-kamp.

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