Soziologie als »Marke«

Anmerkungen zum Markenkern und zur kulturellen Hegemonie der Soziologie

  • Manfred Mai
Schlagworte: Replik, Soziologie als Marke

Abstract

Der Beitrag bezieht sich auf den Artikel von Jan-Felix Schrape in Heft 3, 2016, dieser Zeitschrift über »Soziologie als ›Marke‹«. Zum Markenkern der Soziologie gehört nicht nur ihre Sichtbarkeit als akademische Disziplin und die ihrer prominenten Fachvertreterinnen und -vertreter, sondern auch die Verbreitung ihrer Begriffe in Politik und Medien. Die Hauptursache dafür ist die erfolgreiche Etablierung zahlreicher Soziologinnen und Soziologen in außeruniversitären Berufsfeldern.

 

This essay refers to an article by Jan-Felix Schrape in no 3, 2016, of this journal about the »brand identity« of Sociology as an academic discipline. The »brand identity« of Sociology is not only based upon the visibility of its scientific results and prominent scientists in public but also on the widespread occurance of its concepts in the media and in politics. This is because a lot of sociologists are successfully established in professional fields outside the universities and other research institutes.

Literaturhinweise

Brüderl, J., Reimer, D. 2001: Soziologinnen und Soziologen im Beruf. Ergebnisse ausgewählter Absolventenstudien der 1990er Jahre. Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Mannheim. www.sowi.uni-mannheim.de/lsssm/absol/absolventen_review.pdf, letzter Aufruf 31. Juli 2016.

Claussen, D. 2012: Ist Judith Butler preiswürdig? die tageszeitung, 12. September 2012, www.taz.de/!5084212/, letzter Aufruf 28. Juli 2016.

Entman, R.M. 1993: Framing: Towards Clarification of a Fractured Paradigm. Journal of Communication, 43. Jg., Heft 4, 51–58.

Grunow, D. 2014: Innovationen in der öffentlichen Verwaltung. In M. Mai (Hg.), Handbuch Innovationen. Interdisziplinäre Grundlagen und Anwendungsfelder. Wiesbaden: Springer VS, 209–232.

Héritier, A. 1993: Policy-Netzwerkanalyse als Untersuchungsinstrument im europäischen Kontext: Folgerungen aus einer empirischen Studie regulativer Politik. In A. Héritier (Hg.), Policy-Analyse. Kritik und Neuorientierung. PVS-Sonderheft 24, 432–447.

Höpner, M. 2013: Die Habermas/Streeck-Kontroverse. Gesellschaftsforschung 2. Köln: Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, 2–3.

Kortendiek, B., Hilgemann, M., Niegel, J., Hendrix, U. 2013: Gender-Report 2013. Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen. Studien Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, 17. www.genderreport-hochschulen.nrw.de/gender-report-2013/, letzter Aufruf 28. Juli 2016.

Landtag Nordrhein-Westfalen 2014: Ausschussprotokoll APr 16/501, 19. März 2014.

Mai, M. 2016: Regieren in der modernen Gesellschaft. Governance aus der Sicht der Ministerialbürokratie. Opladen: Budrich.

Mayntz, R. 1977: Die Implementation politischer Programme: Theoretische Überlegungen zu einem neuen Forschungsgebiet. Die Verwaltung, 10. Jg., Heft 1, 51–66.

Mayntz, R. 2004: Governance im modernen Staat. In A. Benz (Hg.), Governance – Regieren in komplexen Regelsystemen. Wiesbaden: VS, 65–76.

Nonhoff, M. 2014: Gemeinwohl und Gemeinwohlblockade: Wie ›funktionieren‹ hegemoniale Diskurse? In Denkwerk Demokratie (Hg.), Sprache, Macht, Denken. Politische Diskurse verstehen und führen. Frankfurt am Main, New York: Campus, 51–62.

Rendueles, C. 2015: Soziophobie. Politischer Wandel im Zeitalter der digitalen Utopie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Schelsky, H. 1978: Der selbständige und der betreute Mensch. Politische Schriften und Kommentare. Frankfurt am Main, Berlin, Wien: Ullstein.

Schrape, J.-F. 2016: Soziologie als ›Marke‹. Kernkompetenz, gesellschaftlicher Nutzen, Vermittlungswege. Soziologie, 45. Jg., Heft 3, 279–293.

Veröffentlicht
2017-01-01