Die Jugend und die Arbeit

Zwischen widersprüchlichen Erzählungen, Generationendebatten und empirischen Erkenntnissen

Autor/innen

  • Andreas Fischer Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Schlagworte:

Adoleszenz, Jugend, Arbeitsorientierung, Berufswerte, Generation

Abstract

Das subjektive Verhältnis Jugendlicher zur Erwerbsarbeit steht im Mittelpunkt zahlreicher Generationendebatten, Thesen zur Adoleszenz und Erzählungen zur „Jugend von heute“. Der Beitrag widmet sich dieser Thesenvielfalt erstens aus einer historischen Perspektive und zweitens aus einer gegenwartsbezogenen analytischen Perspektive. Während in den 1970er- bis 1990er-Jahren zumeist ein Anspruch auf Selbstverwirklichung und entsprechende Orientierungsmuster im Mittelpunkt der Debatten standen, jedoch unterschiedliche Bewertungen fanden, drehen sich jüngere Jugenddiagnosen um unterschiedliche, vielfältige und bisweilen widersprüchliche Perspektiven und Bezüge Jugendlicher auf die Erwerbsarbeit. Die These des vorliegenden Beitrags lautet, dass diese Vielfältigkeit aus vielschichtigen Arbeitsorientierungen rührt, die wiederum aus widersprüchlichen Sozialisationsbedingungen resultieren. Anschließend an entwicklungspsychologische Adoleszenztheorien und (jugend)soziologische Debatten zu postfordistischer Sozialisation wird diese Verschränkung von widersprüchlicher Adoleszenz und subjektivem Verhältnis zur Erwerbsarbeit empirisch nachgezeichnet.

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Veröffentlicht

2021-06-30

Ausgabe

Rubrik

Sektion Jugendsoziologie: Jugend in Bewegung. (Un)Sichtbarkeiten in gesellschaftlichen Transformationsprozessen