Störungskommunikation der Deutschen Bahn
DOI:
https://doi.org/10.21241/Keywords:
Kultursoziologie, Sprachliche Kommunikation, Mobilität, BahnAbstract
Im Folgenden wird ein Ausschnitt aus dem professionellen „Transit-Life“ (Bissell 2018) in den Fokus gerückt, nämlich die Durchsage im Zug, genauer: im Fernverkehr. Diese Durchsagen sind maßgeblicher Bestandteil einer Reise. Im Fernverkehr sind sie keine rein mechanischen, wohl aber routinierte Formen der Kommunikation. Als solche beeinflussen sie das Reisegeschehen, dienen einerseits der Informationsweitergabe, andererseits auch der Verhaltenssteuerung. Mein Beitrag skizziert aus einer gleichermaßen kultur- wie kommunikationssoziologischen Perspektive die Bahndurchsage als kommunikative Form der synchronen, situativen Herstellung von Reisen als Praxis. Dabei interessiert mich insbesondere der kommunikative Umgang mit der Zeitlichkeit der Reise. Die leitende Frage des vorliegenden Beitrags also lautet: Wie wird in Bahndurchsagen Zeit bearbeitet? Ich werde im Folgenden nur auf einen Punkt eingehen – die Bearbeitung von fahrtverzögernden Störungen.
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