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Die (Selbst-)Darstellung von Vätern in den sozialen Medien

Autor/innen

  • Kim Bräuer Fachbereich für Soziale Arbeit, Duale Hochschule Schleswig-Holstein

Schlagworte:

Soziale Medien, Vaterschaft, Affekttheorie, Medienanalyse, Soziale Ungleichheit

Abstract

Dieser Beitrag nimmt die steigenden Zahlen von Nutzer*innen, die sich mit „Väterthemen“ befassen, die zunehmenden Beiträge von Väterbloggern sowie die Tatsache, dass zur (Selbst-)Darstellung auf Instagram bisher insgesamt wenig geforscht wurde, zum Anlass, um sich mit der Frage zu befassen, wie Väterblogger sich selbst und ihre Vaterschaft in unterschiedlichen Darstellungsformaten auf Instagram präsentieren. Die väterliche (Selbst-)Präsentation umfasst sprachlich vermittelte Inhalte der Väter, aber auch die Formen medialer und digitaler Techniken, die sie nutzen und deren emotionale Qualität. Die Perspektive dieses Beitrages basiert auf dem affekttheoretischen Konzept immersiver Macht von Mühlhoff und einer Zusammenführung unterschiedlicher Medienanalysen.

Der Beitrag skizziert die (Selbst-)Darstellung von Väterbloggern und benennt systematische Unterscheidungskriterien. Abschließend geht er darauf ein, dass bestimmte Dimensionen sozialer Ungleichheit von Väterbloggern nicht dargestellt werden, und skizziert die Bedeutung von Polarisierungsschleifen in den Kommentarspalten der Väteraccounts.

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Veröffentlicht

29.09.2023

Ausgabe

Rubrik

Ad-Hoc: Vaterschaft als Bezugspunkt einer gesellschaftlichen Fragmentierung. Vom Wandel von Vaterschaft, polarisierenden Leitbildern und den ungleichen Lebensrealitäten von Vätern